SV Niederau – HSV Weinböhla 25:22 (10:11)
Was für ein Handballabend in der BSZ-Halle Meißen! Nach der bitteren und knappen Niederlage im letzten Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Pirna-Heidenau war für den SV Niederau klar, dass die Meisterschaft kein Thema mehr sein würde. Doch statt Trübsal zu blasen, richtete sich der volle Fokus sofort auf das nächste Highlight: das Derby gegen den HSV Weinböhla. Die Ausgangslage hätte kaum reizvoller sein können – mit einem Sieg wollte man nicht nur den Rivalen bezwingen, sondern gleichzeitig auch vorzeitig den dritten Tabellenplatz sichern.
Vor über 600 Zuschauern, die die Halle in einen echten Hexenkessel verwandelten, begann die Partie jedoch alles andere als optimal für die Hausherren. Niederau wirkte zunächst angespannt und vielleicht auch ein Stück weit übermotiviert. Im Angriff fehlte die nötige Tiefe, Chancen wurden zu schnell und unvorbereitet abgeschlossen, und auch in der Defensive bekam man zunächst keinen richtigen Zugriff. Die Gäste aus Weinböhla nutzten diese Phase eiskalt aus und setzten sich früh ab. Besonders bitter: Man machte es ihnen durch eigene Fehler oft zu leicht.
Nach gut 15 Minuten lag Niederau folgerichtig mit 4:7 zurück . Auch in der Folge blieb das Spiel der Hausherren Stückwerk. Einzelaktionen sorgten zwar dafür, dass man den Anschluss nicht komplett verlor, doch ein richtiger Spielfluss wollte sich nicht einstellen. Immerhin kämpfte sich der SVN bis zur Pause auf 10:11 heran – ein Ergebnis, das Hoffnung ließ, obwohl noch längst nicht alles passte.
In der Kabine wurde es dann entsprechend deutlich. Jeder wusste, dass mehr kommen musste – mehr Bewegung, mehr Entschlossenheit und vor allem mehr Leidenschaft.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit trat Niederau nun wie ausgewechselt auf. Die Abwehr arbeitete aggressiver, verschob besser und machte die Räume enger. Gleichzeitig brachte Kevin Hein im Tor mit wichtigen Paraden genau die Energie aufs Feld, die zuvor gefehlt hatte. Diese Kombination wirkte ansteckend: Die Mannschaft gewann zunehmend an Selbstvertrauen, und auch die Fans waren jetzt endgültig im Spiel angekommen.
Im Angriff zeigte sich nun ein ganz anderes Bild. Niederau spielte mit deutlich mehr Tiefe, ging konsequent in die Eins-gegen-eins-Situationen und nutzte die entstehenden Lücken in der Weinböhlaer Defensive deutlich effektiver. Der Ausgleich gelang, und in der 37. Minute folgte schließlich die erste Führung zum 14:13 . Spätestens jetzt war das Derby gekippt.
In den folgenden Minuten spielte sich der SVN regelrecht in einen Rausch. Angeführt von treffsicheren Schützen wie Robert Ritter, Florian Geisler und Niklas Ilschner setzte man sich Tor um Tor ab. Auch die zweite Welle lief jetzt deutlich besser, und die Angriffe wurden mit viel mehr Geduld und Übersicht ausgespielt. Der Lohn war eine zwischenzeitliche 20:17-Führung in der 48. Minute .
Doch wie es sich für ein echtes Derby gehört, blieb es bis zum Schluss spannend. Weinböhla stellte in der Schlussphase noch einmal taktisch um und versuchte, das Spiel zu drehen. Sie verkürzten den Rückstand und sorgten kurzzeitig wieder für Nervosität. Doch Niederau behielt die Ruhe, spielte die Angriffe clever aus und ließ sich auch von der hektischen Schlussphase nicht aus dem Konzept bringen.
In den letzten Minuten zeigte sich dann auch die gewachsene Reife der Mannschaft. Man traf die richtigen Entscheidungen, nutzte die Chancen konsequent und verteidigte mit allem, was noch im Tank war. Mit dem Treffer zum 25:22-Endstand machte der SVN schließlich endgültig den Deckel drauf. Die Halle explodierte, Spieler und Fans feierten gemeinsam – ein Gänsehautmoment.
Dieser Derbysieg war mehr als nur zwei Punkte. Er war die perfekte Antwort auf die vorherige Enttäuschung, ein Beweis für den starken Teamgeist und die Entwicklung der Mannschaft über die gesamte Saison hinweg. Mit dem Erfolg sichert sich der SV Niederau nicht nur beide Derbys gegen den HSV Weinböhla, sondern auch vorzeitig den dritten Tabellenplatz – ein herausragendes Ergebnis und ein echter Meilenstein.
Am Ende bleibt ein Heimspieltag, wie man ihn sich nur wünschen kann: packender Handball, große Emotionen, eine fantastische Kulisse und ein verdienter Sieger. Ein großer Dank gilt allen Helfern, insbesondere der zweiten und dritten Männermannschaft für die Organisation und Versorgung – und natürlich den Fans, die dieses Derby zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Für den SVN: Theo, Stapsi, Kevin (Bitte Theos Oma Unterschied zwischen Video/Foto erklären); Arni (2 – hat im Spiel sogar mal lachen können); Pati (spricht jetzt fließend englisch); Robin (2 – Bin auf die Leistung von Putzteam 1 morgen gespannt) ; Justus (2 – hat nach dem Spiel nicht seine Mama geknutscht); Blancki (3 – Italiener, Couch und Eis, Ende); Flori (4 – mehrere Blonde Frauen haben Interesse); Maxi (muss noch ne Runde mit den Hunden gehen); Wussi (1 – sein Sitzkissen konnte Clemi mal nehmen); Niki (4 – schreit mitlerweile lauter, als der Kögen); Der Lange („Tore am Kreis sind nur Bonbon, ich gebe meinen Körper“); Hans & Dustin (je 1 – spielen die 2. HZ MAU MAU auf der Bank); Robert (5 – tut sich immernoch mit dem Stadtplan von Coswig schwer)