Radeberger SV - SV Niederau 27:27 (12:16)
Mit einer makellosen Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen im Gepäck reiste der SV Niederau am 4. Spieltag der Verbandsliga zum nächsten schweren Brocken: Der Radeberger SV bat in seiner heimischen 3-Feld-Halle zum Tanz. Radeberg war bereits im Vorfeld als extrem harter Gegner bekannt, und spannende Duelle gehören in der Bier-Region traditionell zum guten Ton. Am Ende trennten sich die beiden Teams nach dramatischen 60 Minuten mit einem 27:27-Unentschieden (12:16) – ein Ergebnis, mit dem man vor dem Spiel vielleicht gut hätte leben können, nach dem Spielverlauf aus Niederauer Sicht jedoch ein klein wenig knirschen muss.
Die Partie startete von Beginn an als harte und intensiv geführte Abwehrschlacht. Bis zur 13. Minute sahen die 121 Zuschauer ein völlig offenes Schlagabtausch-Szenario (7:7). Während Radeberg vor allem über den Rückraum und den Kreis zum Erfolg kam, setzte der SV Niederau voll auf seine Eins-gegen-Eins-Stärke – allen voran Justus Emil Illschner und Niklas Illschner, die die Radeberger Abwehrreihe ordentlich ins Schwitzen brachten.
Gegen Ende der ersten Hälfte drückten die Niederauer schließlich gehörig aufs Gaspedal. Die Hausherren wirkten phasenweise außer Atem, während Niederau Tor um Tor davonziehen konnte. Einziges Manko aus Sicht der Gäste: Gegen die körperlich extrem robust agierende Radeberger Deckung machte Niederau das Spiel zeitweise unnötig klein und rieb sich auf.
Dennoch ging es mit einer komfortablen 16:12-Führung für den SV Niederau in die Kabine. Der Plan für Durchgang zwei war klar strukturiert: Mit schnellen Kreuzungen die Räume nutzen und die zwei Punkte sicher ins Ziel bringen.
Zunächst schien für die Gäste auch alles nach Fahrplan zu laufen. Über die Stationen 18:14 (33. Min.) hielt Niederau durch eine geschlossene Mannschaftsleistung die Vier-Tore-Führung bis zur 50. Minute (24:20) konstant.
Doch in der Schlussphase schlich sich der Schlendrian ins Niederauer Spiel. Im Angriff fanden die Gäste gegen die nun extrem aufmerksamen Hausherren kaum noch Lücken. Sie ließen sich immer wieder festmachen, agierten unkonzentriert und luden Radeberg durch einfache Ballverluste förmlich zum Aufholen ein.
Der Radeberger SV witterte seine Chance: Kampfgeist und unbedingter Wille – eigentlich die Markenzeichen der Niederauer Truppe – schienen in den letzten Minuten komplett auf die Seite der Gastgeber gewandert zu sein. Radeberg holte Tor um Tor auf, stellte in der 58. Minute per Siebenmeter auf 25:25 und ging eine Minute vor Schluss sogar mit 27:26 in Führung.
Dass der SV Niederau sich jedoch nicht einfach geschlagen gibt, bewies Leon Jordan schlussendlich 24 Sekunden vor dem Ende: Mit dem viel umjubelten Treffer zum 27:27 sicherte er den Gästen zumindest noch das Unentschieden und den verdienten Punktgewinn!
Auch wenn die Niederauer gegen Ende etwas mit Schiedsrichterentscheidungen haderten und sich zeitweise mehr mit dem spielerischen Umfeld als mit der eigenen Linie beschäftigten, bleibt ein wertvoller Zähler auf schwerem Radeberger Parkett. Dennoch bleibt für den SV Niederau ein leicht bitterer Beigeschmack, da die Partie bei mehr Konzentration im Angriff vorzeitig hätte entschieden werden können.
Glückwunsch an den Radeberger SV für diese beeindruckende Kämpferleistung in der Schlussphase!
Danke an alle mitgereisten Fans, die sich dieses Herzschlag-Spektakel angesehen und die Mannschaft lautstark unterstützt haben!
Für Niederau: Kevin, Theo (beide Tor), Clemi, Arni (1), Pati, Justus (6), Blanki (4), Flori (5), Flo, Leon (3), Maxi, Slavi-Baby, Wussi (1), Niki (6), Robert (1), Stuff: Steini, Hans, Monk, Lilli
PS: Witzige Anekdoten gibt es nur bei Siegen - @Henry Dietze. PS: Bitte immer hupen wenn ihr sein Auto seht, er ist immer beleidigt, wenn man ihn nicht grüßt.