HC Elbflorenz III – SV Niederau 32:33 (13:15)

Nach einem eher holprigen Start in die Rückrunde hatte sich der SV Niederau für die Partie beim HC Elbflorenz III einiges vorgenommen. Zum einen wollte man endlich wieder zeigen, was eigentlich in der Mannschaft steckt, zum anderen schwirrte da noch diese eine Szene aus dem Hinspiel im Kopf herum – das Gegentor kurz vor Schluss, das damals die Niederlage besiegelte. Entsprechend motiviert, mit voller Bank und ordentlich Selbstvertrauen aus den letzten Trainingseinheiten, reiste man nach Dresden.

Schon vor Anpfiff gab es einen kleinen, aber besonderen Moment: Neuzugang Theo Schrader durfte direkt zwischen den Pfosten beginnen. Und er machte seine Sache mehr als ordentlich. Mit mehreren starken Paraden – insgesamt sieben in der Anfangsphase – hielt er den SV Niederau im Spiel und zeigte, dass auf ihn definitiv Verlass ist.

Die Partie selbst entwickelte sich schnell zu einem Abbild des Hinspiels. Niederau setzte auf Tempo, suchte konsequent den schnellen Abschluss und kam vor allem über Gegenstöße immer wieder zu Torerfolgen. Elbflorenz hingegen ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, spielte lange Angriffe und wartete geduldig auf die entscheidende Lücke. So ging es hin und her, ohne dass sich zunächst eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Nach sechs Minuten stand es 4:4, nach zwölf Minuten 8:8 – ein offener Schlagabtausch, wie er im Buche steht.

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es Niederau, sich leicht abzusetzen. Die Abwehr arbeitete solide, und vorne nutzte man die sich bietenden Räume nun konsequenter. Fünf Minuten vor der Pause lag der SVN mit 14:11 in Führung, ehe es schließlich mit einem 15:13 in die Kabinen ging. Dennoch war klar: Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt schon deutlicher in Richtung Niederau kippen können. Zu viele technische Fehler und einige ungenutzte Chancen verhinderten eine komfortablere Führung.

Was dann nach der Pause folgte, war allerdings alles andere als ein Traumstart. Statt selbst Druck zu machen, ließ man Elbflorenz ins Spiel zurückkommen. Die Abwehr wirkte unsortiert, im Angriff fehlte die letzte Konsequenz – und plötzlich hatte sich das Blatt gewendet. Nach gut sechs Minuten in der zweiten Hälfte führten die Gastgeber mit 22:20, und beim SV Niederau war kurzzeitig der Faden gerissen.

In dieser Phase war es vor allem Robin Haberstock, der Verantwortung übernahm. Mit viel Einsatz und Abschlussstärke ging er voran und zeigte mit insgesamt zehn Treffern eine überragende Leistung. Schritt für Schritt kämpfte sich Niederau zurück, stabilisierte die Abwehr wieder und fand auch im Angriff zur alten Stärke zurück. In der 48. Minute war das Spiel gedreht, und beim Stand von 30:26 für Niederau schien man auf einem guten Weg zu sein, die Partie souverän nach Hause zu bringen.

Doch wer dachte, das war’s, hatte die Rechnung ohne die Schlussphase gemacht. Elbflorenz nutzte Unkonzentriertheiten in der Niederauer Abwehr und kam vor allem über schnelle Gegenstöße wieder heran. Plötzlich wurde es hektisch, die Partie entwickelte sich zu einem echten Krimi. Zwei Minuten vor Schluss fiel der Ausgleich zum 32:32 – Spannung pur.

In dieser hitzigen Schlussphase bewies der SV Niederau dann aber die nötigen Nerven. Justin Zschocke übernahm Verantwortung und traf rund eineinhalb Minuten vor dem Ende zur erneuten Führung. In den verbleibenden Sekunden wurde es zwar noch einmal wild, doch Kevin Hein im Tor behielt die Ruhe und parierte entscheidend. Damit war der Auswärtssieg perfekt.

Am Ende stand ein hart erkämpftes 33:32 für den SV Niederau auf der Anzeigetafel – und gleichzeitig eine gelungene Revanche für das Hinspiel. Sicher, spielerisch war noch Luft nach oben, und einige Fehler hätte man sich sparen können. Aber am Ende zählen die zwei Punkte – und die Gewissheit, dass man auch in engen Spielen bestehen kann. Und seien wir ehrlich: Ein bisschen Drama gehört im Handball einfach dazu.

Glückwunsch auch an die 2. Männer, die mit ihrem Sieg am Samstag gegen Klotzsche die Meisterschaft und den Aufstieg klarmachten! Wahnsinn! Und auch die 3. Männer gewann ihr Auswärtsspiel gegen den HCE IV. Starke Leistung.

Diese Woche Samstag: All-In Spiel unserer 1. Männer gegen die SG Pirna/Heidenau II. Hier geht es um die Meisterschaft!

Für Niederau: Unsere 3 Tanzmäuse im Tor (wegen Spagat) Kevin, Theo, Stapsi; Clemi (Braucht noch einen Bezinfilter für die Simson – bitte melden); Michi (Springt glaube immer noch um den Ball abzufangen); Arni (5 – sollte jetzt vorher immer Abends mit Blancki weggehen); Pati (2 – Trauert noch seiner ersten Angelnacht 2026 nach); Robin (10 – Kiste + 3 EUR Überzieher vergessen – das läuft); Justi (5 – Birgit sagt, erhat gerade Stress in der Schule, ich sag, er war aus anderen Gründen unkonzentriert <3); Blancki (1 – sollte nicht mehr Abends mit Arni weggehen); Flori (1 – sucht noch den Rechtsaußen); Maxi (hatte genug Zeit zum Brille putzen); Wussi (3 – so schnell wie der war, füllt der sonst nur den Limoncello auf); Niki (5 – der bessere Ilschner?); Hans (Unser neues Dörnröschen am Wasser); Dustin (2 – wenigstens die Musik in der Kabine ist okay)

Stuff: Steini, Robert, Der Lange, Lilli