SV Niederau – HSV Pulsnitz 31:25 (15:13)

Das letzte Heimspiel der Saison stand für den SV Niederau an – und schon vor Anpfiff war klar, dass es ein ganz besonderes werden würde. Nach dem starken Heimsieg im Derby gegen den HSV Weinböhla blickte man auf die beste Saison der Vereinsgeschichte zurück. Entsprechend groß war der Wunsch, sich auch vor heimischem Publikum noch einmal von der besten Seite zu zeigen und zu unterstreichen, dass man zurecht zu den Topteams der Liga gehört. Ein kleiner Wermutstropfen schwang dennoch mit, denn mit Robin Haberstock und Justin Zschocke werden zwei wichtige Spieler in der kommenden Saison kürzertreten, und auch bei anderen Personalien gibt es noch offene Fragezeichen. Zudem musste der SVN auf Lucas Blanck verzichten, der krankheitsbedingt ausfiel. Auch Clemens Fetzer stand verletzungsbedingt nicht auf dem Parkett – übernahm dafür aber kurzerhand eine andere, nicht weniger wichtige Rolle und heizte als Hallensprecher mit viel Energie und Motivation die Stimmung an, sodass die Halle von Beginn an bestens eingestellt war.

Der Start in die Partie verlief allerdings alles andere als geplant. Niederau wirkte im Angriff verunsichert, ohne Zug zum Tor und mit zu wenig Tiefe in den Aktionen. Ballverluste häuften sich, und die Gäste aus Pulsnitz nutzten diese konsequent über ihr Tempospiel. So lag der SVN früh mit 3:7 zurück, was Trainer und Mannschaft bereits nach sieben Minuten zur ersten Auszeit zwang. Offenbar wurden dort die richtigen Worte gefunden, denn in der Folge wirkte Niederau wie ausgewechselt. Mit mehr Struktur im Angriff und wachsender Entschlossenheit kämpfte man sich zurück ins Spiel. Vor allem Florian Geißler mit seinem dynamischen Zug zum Tor und Maximilian Gröger mit sehenswerten Würfen aus dem Rückraum waren in dieser Phase kaum zu stoppen. Zwischenzeitlich arbeitete sich der SVN auf 9:10 heran, geriet zwar noch einmal mit 10:13 in Rückstand, drehte dann aber kurz vor der Pause richtig auf. Mit einem starken Schlussspurt ging Niederau schließlich mit einer 15:13-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte der SVN nahtlos an diese Phase an und legte einen beeindruckenden Start in die zweite Halbzeit hin. Die Abwehr stand nun deutlich kompakter, im Angriff wurde konsequent abgeschlossen, und über schnelle Gegenstöße baute man die Führung innerhalb weniger Minuten auf 21:14 aus. Die Halle war nun endgültig da, die Stimmung auf den Rängen – nicht zuletzt angepeitscht vom „Ersatz-Hallensprecher“ – übertrug sich auf das Spielfeld, und Niederau zeigte phasenweise richtig ansehnlichen Handball. Doch wie es im Sport manchmal so ist, schlich sich mit der komfortablen Führung auch ein wenig Nachlässigkeit ein. Einige unkonzentrierte Aktionen und Ballverluste ermöglichten es Pulsnitz, noch einmal etwas zu verkürzen. Beim Stand von 24:20 in der 47. Minute keimte kurzzeitig Hoffnung bei den Gästen auf, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr.

Spätestens in der 55. Minute, als Niederau auf 28:21 erhöhte, war die Partie endgültig entschieden. In der Schlussphase ließ sich der SVN den Sieg nicht mehr nehmen und brachte das Spiel souverän mit 31:25 über die Zeit. Insgesamt war es ein verdienter Heimsieg, der bei besserer Chancenverwertung sogar noch deutlicher hätte ausfallen können. Besonders erfreulich war dabei die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich viele Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

So verabschiedet sich der SV Niederau mit einem Erfolgserlebnis aus der heimischen Halle und bedankt sich bei seinen Fans für die großartige Unterstützung über die gesamte Saison hinweg. Gemeinsam hat man eine Spielzeit erlebt, die als die erfolgreichste in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Ein letztes Kapitel steht allerdings noch aus: Am kommenden Samstag wartet auswärts der OHC Bernstadt. Mit einem weiteren Sieg und etwas Schützenhilfe ist sogar noch der zweite Tabellenplatz möglich – die Motivation dürfte also weiterhin hoch sein.

Für den SVN: Kevin, Stapsi, Theo (alle Tor); Arni (2 – die Torjubel-Faust war mein persönliches Saisonhighlight), Pati und Niki (2 & 1 – bringen sich nächstes Spiel Campingstühle für Rechts-Außen mit), Robin (4 – jetzt 4 Monate Business, bevor es wieder in den Händen kribbelt), Justus (5 – sucht noch einen Ferienjob), Flori (4 – Rammelt sich hoffentlich nicht nur im Spiel einen ab), Maxi (3 – Finalgon bewirkt eben Wunder), Wussi (in Gedanken schon am Teich #Schleienkönig), Der Lange (1 – Entschuldigt sich bei Gegner, dass er einen 7m geholt hat), Hans (3 – musste nach der Magedeburg-Wiederholung sofort auf die „Couch“), Dustin (Ist neuer Angeljugendwart – KINDER: Meldet euch bei Ihm – er freut sich), Huhn (3 – wenn er Chicken Wings isst, ist das Kanibalismus?), Robert (3 – musste erst Laut werden, bevor es klappt)

TEAM: Monk & Steini (brauchen beide Baldrian-Tee für die Nerven), Lilli (ist froh, dass nur noch ein Spiel ist – Tape ist leer), Lucas (Stimme genau so kratzig wie die von Miley Cyrus), DJ Slawiboy (hat „Rakete“ auf Knopf 1 liegen), Clemi (sagt die Spielernamen auf, als hätte er Rap-Battle gegen Gzuz 187)