1. Männer: Mit blauem Auge davon gekommen

Handballverein in Niederau bei Meißen

1. Männer: Mit blauem Auge davon gekommen

SV Niederau – HSV 1923 Pulsnitz 35:34 (15:14)

Sichtliche Erleichtung nach dem Spiel in den Gesichtern der Niederauer. Der SVN gewinnt hauchdünn gegen die Gäste aus der Pfefferkuchenstadt, obwohl es lange nicht danach aussah. Dass mit Pulsnitz keine unbekannter Gegner anreist, hatte man im Hinterkopf – verlor man vor zwei Jahren noch beide Spiele.

Die Gastmannschaft aus Pulsnitz war deutlich besser in die Partie gestartet. Gleich fünf Pulsnitzer konnten sich in die Torschützenliste eintragen und brachten ihre Mannschaft gleich zu Speilbeginn in Führung – und auch HSV-Keeper Colin Lerms parierte direkt einen 7m-Wurf der Gastgeber. Die Niederauer hingegen hatten nach sechs Spielminuten erst einen Treffer zu Buche stehen und liefen direkt einem 1:5-Rückstand hinterher.

Oft waren es dann durchgespielte Aktionen auf Außen oder 7m-Würfe, die den SVN wieder herankommen liesen. Allen voran Lucas Blanck erwies sich ausgesprochen treffsicher vom Punkt und auch Geburtstagskind Michael Kirste konnte als „Alter Knochen“ sich in den folgenden Minuten in Szene setzen. Spielstand nach 15 Minuten 5:6.

In dieser Phase hatten die Hausherren mehrfach beste Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Jedoch schlichen sich in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte deutlich zu viele Unachtsamkeiten und Abspielfehler ein, was die Pulsnitzer rigoros ausnutzten und in schnelle Gegentore umsetzten – Halbzeitstand 15:14.

Am Schlussmann der Niederauer hatte das am wenigsten gelegen. Wie schon im ersten Heimspiel zeigte Torwart Kevin Hein eine richtig gute Leistung und vereitelte zahlreiche Abschlüsse der Gäste. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Torwart gleich wieder zur Stelle und verhalf seinen Mitspielern zu neuem Rückenwind. Parade von Hein und anschließende zweite Welle von Marcel Hirsch zur erstmaligen Zwei-Tore-Führung abgeschloßen.

Nun ging es hin und her. Tor SVN, Tor HSV, Tor SVN. Auf die oft langen Spielzüge der Niederauer fanden die Pfefferkuchenstädter oft schnelle Antworten. Besonders die wurfstarken Halben Franz Johne und Kenny Kasper bekamen der SVN nicht unter Kontrolle. Mitte des zweiten Abschnittes gerieten die Gastgeber dann allerdings wieder mit einem Toren ins Hintertreffen, nachdem sie in Unterzahl zweimal einen Gegentreffer hinnehmen mussten (24:25). Gepusht von den 150 Handballfans holte sich Niederau jedoch abermals die Führung zurück und ging durch Lucas Blanck erst fünf Minuten vor Schluss mit 31:30 in Front. Entscheidend über diese Zeit waren die ELF Rückraumtore von Robin Haberstock, die der gegnerische Torwart chancenlos gewähren musste.

Die hitzige Schlussphase, in der von beiden Mannschaften viele Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann geführt wurden, erinnerte dann endgültig an Spiele aus letzter Saison, die der SVN am Ende aus der Hand gab. Doch die Niederauer wollten den Sieg mehr als die Pulsnitzer zogen mit 34:31 davon und gewannen am Ende mit 35:34.

Doch so richtig Feierlaune kam nicht auf, wusste man, dass man das Spiel auch zurecht hätte verlieren können. Zu viele Abspielfehler, Fehlwürfe und eine chaotische Abwehr werden von anderen Mannschaften härter bestraft.

Jetzt heißt es erst einmal Pause bis zum 31.10.2020 bevor es dann im Pokal gegen Sachsenligisten HSV Dresden 19:00 Uhr in Meißen zum Showdown kommt.

Für Niederau: Hein (TW), Schmidt (TW), Fetzer, Lessig (1), Kirste (2), Jentsch (4), Haberstock (11), Juhrsch, Blanck (7), Hirsch (3), Ritter (1), Steinert (2), Dorfel (2), Fetzer (A), Gröger (B), Claus (C), Kutzsche (D)