SV Niederau – ESV Dresden 29:30 (13:14)

Zum Rückrundenauftakt am 10. Januar 2026 war in der rappelvollen Sporthalle Priestewitz alles angerichtet: Tabellenführer SV Niederau empfing den Drittplatzierten ESV Dresden. Das Hinspiel hatten wir bekanntlich mit einem Tor gewonnen – warum also nicht gleich da weitermachen? Spoiler: Weil Handball manchmal einfach Handball ist.

Niederau konnte personell aus dem Vollen schöpfen und ging entsprechend selbstbewusst in die Partie. Doch die Gäste aus Dresden hatten offensichtlich andere Pläne. Mit vielen cleveren Eins-gegen-Eins-Aktionen über die Mitte, gutem Durchspielen auf die Außen und starken Kreisanspielen kamen sie immer wieder zu einfachen Toren aus sechs Metern. Leider nicht bei uns – sondern bei uns gegen uns.

Denn während Dresden aus dem Vollen schöpfte, schien unser Wurfpech kollektiv Urlaub genommen zu haben. Besonders der Dresdner Torhüter hatte sich vorgenommen, den Niederauer Fans frühzeitig den Puls zu erhöhen. Allein in Halbzeit eins ließen wir elf freie Würfe von sechs Metern liegen – darunter mehrere Konter. Ja, richtig gelesen: elf. Selbst unsere sonst so treffsicheren Außen sowie Robin Haberstock und Justus Ilschner aus dem Rückraum erwischten einen rabenschwarzen Tag.

Mitte der ersten Halbzeit nahm sich dann Robert Ritter ein Herz – und die Verantwortung gleich mit. Mit seiner Führung kam Struktur ins Spiel, die Abwehr stand stabiler und die Aufholjagd begann. Tor um Tor kämpfte sich der SVN heran, sodass man zur Pause „nur“ mit einem Tor Rückstand (13:14) in die Kabine ging. Alles drin also.

Der Plan für Halbzeit zwei war klar: konzentriert starten, einfache Fehler vermeiden. Leider hielt dieser Plan exakt so lange, bis der Ball wieder im Spiel war. Wieder waren es einfache Fehler und vergebene Chancen, die Dresden nutzte, um sich erneut leicht abzusetzen. Niederau rannte dem Rückstand hinterher, kämpfte, biss – und scheiterte immer wieder am eigenen Abschluss.

In den Schlussminuten wurde es noch einmal spannend. Die Abwehr wurde offensiver gestellt, der Druck erhöht, und wir kamen bis auf ein Tor heran. Doch Hand aufs Herz: Ein Punktgewinn wäre an diesem Tag wohl eher glücklich als verdient gewesen.

Am Ende steht eine 29:30-Niederlage, die besonders schmerzt, weil man sie sich größtenteils selbst zuzuschreiben hat. Über 15 Fehlwürfe frei von sechs Metern sind einfach zu viel – da verliert man selbst Spiele, die man eigentlich gewinnen kann.

Trotzdem bleibt festzuhalten: Die Halle war voll, die Stimmung überragend und der Rückhalt von den Rängen groß. Ein riesiges Dankeschön an alle Fans, die den Weg nach Priestewitz gefunden haben! Auf diese Unterstützung müssen und werden wir aufbauen – denn die kommenden Aufgaben werden nicht leichter.

Kopf hoch, Wurfhand ölen und weiter geht’s.

Nächstes Spiel ist diesen Samstag (17.01.2026) 19:00 Uhr in der Sporthalle Radeburg.

Für den SVN: Hein, Staps (beide Tor); Lindenhof (2); Der, der bei seinen Leisten bleibt (1); Brothers Incognito (zumindest ein Ilschner wollte sich nach dem Spiel schnell verstecken – 9); Huhn, Flori und Dustin – spielen genauso gut Dart wie Handball; Maxi; Michi; Das Blonde Schweden-Trio aus Wbl (Arni, Robin (5), Luggi (5)), Friseur-Meister Robert (6 – weil platziert am Kopf vorbei)