Was für ein Handball Nachmittag in der SH BSZ Meißen! Am 20. September empfing der SV Niederau II am dritten Spieltag der Regionsoberliga Männer den TSV Dresden-Bühlau. Beide Mannschaften lieferten sich über weite Strecken einen offenen und temporeichen Schlagabtausch. Vor allem in der zweiten Halbzeit entwickelte sich die Partie zu einem echten Nervenspiel – inklusive Führungswechsel, Zeitstrafen und einer Schlussphase, in der die Gastgeber schließlich den entscheidenden Gang höher schalteten.

Erste Halbzeit – Traumstart und ein Gegner, der einfach nicht aufgeben wollte

Niederau erwischte einen Start nach Maß. Nach nicht einmal zwei Minuten stand es bereits 2:0: Niederau blieb zunächst am Drücker. Schnelle Angriffe sorgten dafür, dass man sich bereits in der 5. Spielminute auf 5:1 absetzen konnte.

Doch die Gäste fanden zunehmend besser ins Spiel. Tor um Tor arbeitete sich Bühlau heran und verkürzte den Rückstand. Aus einem komfortablen 6:2 wurde innerhalb weniger Minuten ein deutlich engeres 7:6. Niederau ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken und Treffer aus dem Rückraum sorgten wieder für etwas Luft, und beim 15:11 nach 19 Minuten schien die Partie erneut in Richtung Gastgeber zu kippen. Aber Bühlau hatte, wer hätte das gedacht, offenbar andere Pläne.

Die Gäste kämpften sich erneut heran, nutzten ihre Chancen und glichen beim 17:17 kurz vor dem Halbzeitpfiff aus. Die Spannung war nun greifbar. Niederau bekam jedoch noch einmal einen Siebenmeter und traf zur knappen Halbzeitführung von 18:17 zum 18.

Zweite Halbzeit – Führungswechsel, Nervenprobe und Niederauer Schlussspurt

Wer nach der Pause auf eine ruhige Fortsetzung gehofft hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Niederau legte zunächst vor und erhöhte auf 19:17. Doch Bühlau setzte die starke Leistung aus den letzten 15 Minuten der 1. Halbzeit fort und so stand es verdient bereits in der 35. Spielminute 21:21 ausgeglichen. 

Nun entwickelte sich ein reger spielerischer Schlagabtausch mit stets knappem Spielstand bis zur 47. Spielminute ehe sich die Jungs der 2. Männermannschaft in den letzten Spielminuten in dem nun zusehends härter werdenden Spiel wieder etwas, nämlich auf 3 Tore, absetzen konnten. So kam es, dass allein in der letzten Viertelstunde des Spiels 5 Zeitstrafen verteilt wurden, sei es wegen zu hartem Einsteigen gegen den Gegner oder auch wegen Meckerns gegen nicht mit Zeitstrafe geahndeten harten Fouls! Irgendwas ist halt immer! 😉

Das Spiel wurde jedoch sicherlich der nachlassenden Konzentration auf beiden Seiten durch Tempogegenstöße etwas schneller und so vielen in den letzten 11 Minuten noch 12 Tore, welche sich jedoch auf beide Seiten gleichmäßig verteilten und so die Spannung in der Schlussphase etwas fehlte, aber das ist dann sicherlich Jammern auf ganz hohem Niveau. 

Endstand: SV Niederau II – TSV Dresden-Bühlau 35:32.

Fazit – Niederau behält die Nerven

Es war kein Spaziergang, sondern ein echtes Stück Handballarbeit.

Der SV Niederau II erwischte den besseren Start, musste anschließend aber immer wieder erleben, wie Dresden-Bühlau zurück ins Spiel fand. Besonders nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gäste zwischenzeitlich sogar mit 25:26 in Führung gingen. Entscheidend war letztlich die Reaktion der Niederauer Mannschaft: Nach dem Rückstand schalteten die Gastgeber einen Gang höher, erzielten vier Tore in Folge und legten damit den Grundstein für den Sieg.

Auch offensiv war Niederau an diesem Nachmittag bestens aufgelegt. 35 Treffer standen am Ende zu Buche. Hofi hat mit 10 Toren, darunter vier verwandelten Siebenmetern bei fünf Versuchen, sicherlich einen echten Sahnetag erwischt. Aber auch Elmar, Peter, Christoph und Leon haben ordentlich eingenetzt. Insbesondere, und das ist besonders für die Mannschaft wichtig, verteilt sich die Torausbeute über die gesamte Mannschaft, auch wenn es noch auf den Außenpositionen gilt die Trefferquote zu erhöhen!

Am Ende bleibt ein verdienter Heimsieg, der vor allem eines gezeigt hat: Die Mannschaft ist in der Regionsoberliga angekommen und kann, trotz einiger kleiner Schwächen, in der Liga mithalten – wer weiß wohin die Saison noch führt!?

Für den SV Niederau spielten:

Lucas und Emil mit guter Leistung im Tor, Mattel, Peter (4), Ecki (1), Robert (1), Schubi (1), Elmar (5), Grüni (1), Willi (2) was denn da los? , Marcel (1). Leon (3), Hofi (6+4), Christoph (4), Slawek (2) Trainer Zinnecker